Archive of September 2008
Bayern und China
Artikel unserer Schülermutter Claudia Schwaab über die Beziehungen Bayerns zu China!
Sport in China
Wer gesehen hat, wie "fit" unsere Chinesen waren, wird sich über den Nacholympia-Bericht der FAZ nicht wundern. Lesen!
Anpassungsversuche an die chinesische Esskultur. Mittagessen am zweiten Tag
Von Christina Just:
Es gab Krebse, kleine Flusskrebse. Ich hätte nie gedacht, dass Essen einmal so kompliziert sein könnte.
Ich kam zum Esstisch und sah mich erst verwundert um. Im Gegensatz zum Vorabend war diesmal kein Anzeichen von Tellern, Schüsseln oder Löffeln zu sehen. Nur eine weiße Tischdecke und ein einzelner, silbern Topf mit Suppe deuten auf das Mittagessen hin. Sobald wir alle saßen servierte Vickeys Dad uns in einem Dampftopf mit Schnüren gefesselte Krebse, ungefähr ne Hand groß. Jeder nahm sich einen Krebs und schaute mich danach Erwartungsvoll an, ich hatte aber keine Ahnung wie man diese isst und schaute wohl (laut Vickey sehr verwirrt aus). Sie erklärte mir dann dass ich den krebs nach dem entfesseln, in der Mitte brechen sollte und aussaugen und anschließend die Schalen mit den Zähnen zerbeißen um an das restliche Fleisch zu kommen. Die Überreste sollte ich einfach auf den tisch spucken. Ich versuchte es wirklich, aber die ausbeute war sehr gering und ich musste wohl einen ziemlich verzweifelten Ausdruck drauf gehabt haben. Schließlich erbarmte sich Vickeys Dad und zerlegte mir die andere Helft des Krebses, damit ich wenigstens ein bisschen was von dem fleisch abbekam. Inzwischen hatte ich nach zahlreichen versuchen mein andere Hälfte des Krebses irgendwie zerbissen und zerlegt und bin auf das fleisch gestoßen. Das Krebsfleisch ist sehr sehr gut. Nach den Krebsen kamen noch 5 weitere Schüsseln mit Gemüse und Rindfleisch und zum Schluss gab es noch Pilzsuppe. Ich wundere mich wirklich wie diese zierlichen Chinesen so schnell so viel essen können. Ich war bereits nach dem Krebs und von der Suppe satt. Jedenfalls sah es auf dem tisch nach dem essen aus wie nach einer Schlacht. Über all lagen die Essensreste rum und sie zerbissenen Kerbs Schalen. Alles in allem ist chinesisches Essen sehr sehr lecker!
Bericht von Felix Mylius
Da meine Familie im Gegensatz zu anderen Familien kein Mondfest feiert, kam weder die ganze Familie zu Besuch, noch wurde Mondkuchen gegessen. Mittwoch Abend sind wir mit einem Boot auf dem Huangpu-Fluss gefahren. Das war sehr schoen, v.a. weil die Hochhaeuser um einen herum in der Nacht einen phantastischen Blick boten. Heute (Freitag) Abend kam mein Vater zu Besuch und wir waren mit der Familie in einem Restaurant, Pekingente essen. Obwohl es in dem Raum, in dem wir waren, durch die Klimaanlage sehr kalt war, war es sehr schoen, sich durch das Chinesische Essen durchzuprobieren.
Es ist wahnsinn, wie viele Hochhaeuser es in Shanghai gibt! Nicht ein einziges "Einfamilienhaus", die haben einfach kein Platz dafuer. Das Essen schmeckt eigentlich sehr gut, aber das ist in der Schulkantine eher nicht der Fall... ;)